Noch vor ein paar Jahrzehnten hat man alles was mit Uhrvölkern zu tun gehabt haben sollte als minder, lächerlich und primitiv eingestuft ohne sich damit länger auseinander zu setzen. Ereignisse aus den afrikanischen oder indianischen Überlieferungen, die von Heilungserfolgen der hiesigen Medizinmänner berichteten, ernten im Höchstfall laute Gelächter und wurden damals schlicht, als bloße Scharlatanerie, abgewinkt. Nicht so heute…
Heute weiß man es besser. Die wertvollen therapeutischen Eigenschaften der Musik sind längst wissenschaftlich belegt worden und seit dem ertönt sie nicht nur zur Entspannung der Patienten und Konzentration der Ärzte in den Operationssälen sondern auch in Zahnarztpraxen zur Schmerzlinderung so wie in Kuhställen zur Erhöhung der Milchproduktion (Mozart soll da am effektivsten sein). Seit einigen Jahren wird sogar die Bezeichnung „MusikMedizin“ offiziell, als Begriff für den funktional-therapeutischen Einsatz von Musik in der Medizin benutzt.
Es hat sich eben herausgestellt, dass es sehr wohl einen musikalischen Code für die emotionale Kommunikation von Körper und Geist geben muss. Diese wartet nur noch von uns entschlüsselt und endlich angewandt zu werden. Dem nach wird es in der Zukunft möglich sein, dass wir Musik als Therapie verschrieben bekommen und diese wird dann wohl keine Nebenwirkungen haben… oder doch?
Heute aber müssen wir uns dieses Wundermittel wohl noch selbst verschreiben und zur Entspannung so oft als nur möglich eher Musikverein Wien anstatt Disco besuchen. Bei Depressionen aber sollte man besser auf Musicals ausweichen, was natürlich für die Wiener, dank Wien Musical keine Schwierigkeit bedeutet im Gegensatz zu der Rest der Welt. Doch nicht verzagen, mit dem MP3-Player und CD-Rekorder haben auch Menschen am Lande ihre vollwertige Apotheke stets zur Hand.
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