Ein Warenwirtschaftssystem ist wohl des wichtigste IT-System in Handelsunternehmen. Es ist ein Modell und dient dazu, verschiedene Handlungen im Laufe eines Handelsprozesses darzustellen. Insgesamt gibt es im deutschsprachigen Raum mehr als 300 Standardlösungen, wobei ein Großteil dieser auf Lösungen für Kleinbetriebe abzielt und in sofern auch einen gewissen individuellen Charakter hat. Warenwirtschaftssysteme beschäftigen sich mit mehreren Bereichen (z.B. Kostenrechnung).
Im Einkauf kann ein System beispielsweise Bestellvorschläge ermitteln beziehungsweise Bestellungen auslösen, im Verkauf hilft es bei der Erstellung von Angebot, Auftrag, Lieferschein und Rechnung. Auch in der Lagerhaltung findet es Anwendung. Man unterscheidet zwischen offenen, geschlossenen und integrierten Warenwirtschaftssystemen. Ein geschlossenes muss alle zentralen Module (cd Druck) enthalten, also das Wareneingangsmodul, das Warenausgangsmodul, das Dispositions- und Bestellwesenmodul, die Ausgabe der Dispositionshilfen und der Bestellvorschläge, die Bestellschreibung und Überwachung der Bestellung und auch das sogenannte Marketing-/Managementmodul. Fehlt also in einem Warenwirtschaftssystem nur eines dieser Module, wird es als offenes System bezeichnet. Ein Warenwirtschaftssystem wird zu einem integrierten System, indem es neben all diesen Modulen auch noch Verbindungen zu anderen Institutionen wie beispielsweise zu Banken, Lieferanten, Marktforschungsinstituten und so weiter bestehen. Am Markt haben sich vor allem 2 Standards als am besten funktionierende Systeme etabliert. Eines von Ihnen sind die sogenannten ‘Best of Breed Ansätze’. Sie ermöglichen es, Angebote von verschiedenen Anbietern zu kombinieren, um so das Anforderungsspektrum abdecken zu können. Ein Vorteil dieses Systems ist es, dass es rein funktionell sicherlich von seiner Flexibilität geprägt ist. Ein sicherlich zu nennender Nachteil des Best of Breed Ansatzes ist der aus dieser Flexibilität rührende Nachteil der vielen Schnittstellen zwischen den Teilanwendungen, die von den vielen Handelsunternehmen gepflegt werden müssen.
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