Gentechnologie im Allgemeinen bezeichnet den künstlichen Gentransfer von einem Organismus auf einen anderen. Sie ist in drei Bereiche gegliedert:
- Die Grüne Gentechnologie
- Die Rote Gentechnologie
- Die Weiße Gentechnologie
In diesem Artikel werde ich mich speziell mit der Grünen Gentechnologie befassen. Gentechnisch veränderte Organismen, kurz „GVO“, sind in der modernen Biotechnologie eine alltägliche Sache und bieten besonders in der Medizin (Rote Gentechnik), sowie in der industriellen Biologie (Weiße Gentechnik) unersetzbare Vorteile.
Die Grüne Gentechnik, auch Agrogentechnik genannt, befasst sich mit dem Gentransfer bei Pflanzen. Dazu zählt sowohl eine Erbgutveränderung mittels anderer pflanzlicher Gene, als auch mittels bakteriellem oder tierischem Erbgut. Festzuhalten ist jedoch, dass die Pflanzen selbst das Zielobjekt sind.
Im Jahre 1994 kam die erste gentechnisch veränderte Pflanze auf den amerikanischen Markt. Es handelte sich um die FlavrSavr-Tomate, besser bekannt unter dem Titel der „Anti-Matschtomate“. Ihre DNA wurde dahingehend verändert, dass sie wesentlich länger fest blieb und nicht überreif oder gar matschig wurde.
Diese erste kommerzielle transgene Pflanze konnte sich nicht durchsetzen, weil sie einige Nachteile mit sich brachte, so vor allem, dass sie äußerlich frisch blieb, im Inneren jedoch trotzdem zu faulen begann und entsprechend schmeckte. Eine Tomate, der nicht anzusehen ist, ob sie faul oder frisch ist, verkauft sich auf Dauer nicht gut und wurde dementsprechend wieder nach einiger Zeit vom Markt genommen.
In der heutigen Zeit sind viele weitere Möglichkeiten der Erbgutveränderung bekannt, so ist zum Beispiel ein großer Teil des Mais, sowie der Sojabohnen, gentechnisch verändert.
Die transgenen Pflanzen werden mit Resistenz-Genen gegen Schädlinge ausgestattet, erhalten verbesserte Nährwerte oder Nährstoffzusammensetzungen und sollen somit Lebensmittelqualität aufbessern, sowie Produktionskosten reduzieren.
Der Haken an dieser so wunderbar klingenden Errungenschaft sind die zahlreichen potenziellen Risiken, die ihnen zu Recht von Kritikern angeprangert werden.
Um diesen Artikel nicht zu überlasten beschränke ich mich auf die wesentlichen Punkte: Durch horizontalen Gentransfer, also Genübgertragung durch Transduktion, Transformation oder Konjugation, besteht das Risiko, dass freiwachsende transgene Pflanzen ihr verändertes DNA Material an Organismen in der Umgebung verteilen und somit zu ungewollten neuen Arten, oder zu z.B. antibiotikaresistenten Bakterien führen. Der nächste und für die Konsumenten wichtigste Punkt ist die Auswirkung auf die Gesundheit. Befürworter halten gentechnisch veränderte Lebensmittel für gefahrenfrei, da sie ausreichend geprüft werden und sich DNA Material nicht durch Nahrungsaufnahme in die eigene DNA integrieren kann. Dass allerdings neue Gene in Pflanzen auch neue Proteine in Pflanzen bedeuten ist unumstritten und folglich entsteht ein Risiko zu neuen Allergien, da diese durch die Überreaktion des Immunsystems auf schwerverdauliche Proteine entstehen.
Nun gut, dies sollte als ersten Einblick in die Grüne Gentechnik genügen, um sich ein grobes Bild derer Bedeutung machen zu können. Wichtig ist zu wissen, dass die Gentechnologie ein breites Spektrum neuartiger Wissenschaft bietet und ein intensives Auseinandersetzen zur genauen Verständnis unumgänglich ist.
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Es ist wirlich unfassbar, welche neuen Türen sioch durch Gentehnik öffnen. Nach der Bibel ist der Mensch ein Abbild Gottes. Er macht nun mehr als nur ein Selbstbildnis. Vor kurzem erst wieder Tomaten gekauft, die so unglaublich rot waren… aber keinen Geschmack hatten… Nicht immer funktioniert Gentechnik auch für den Geschmack. Dem Marketing aber hat es geholfen…
Kommentar: Mathematik Nachhilfe – 03. April 2011 @ 23:35